Vor 2 Wochen, genauer gesagt am 27.-28.7., startete beim MSC Diedenbergen in der Nähe von Frankfurt das erst offizielle Flattrack-Rennen in Deutschland. Das Krowdrace. (www.Krowdrace.de)

Da wir bis dahin noch kein reines Racebike hatten, haben wir kurzerhand unsere grade frisch umgebaute Aermacchi-Harley Davisdson SS350 hergenommen. Bedeutet alles was kaputt gehen kann wieder abgeschraubt, anderer Lenker, Not aus, die Vorderbremse entfernt und Flattrack taugliche Reifen aufgezogen. Und schon hatten wir ein fertiges bike um Spaß haben zu können.

Also bin ich Freitag nachmittag los gefahren.  Mit dem fast 30 Jahre alten VW Caddy, einem Zelt, die Ladefläche voll mit Bier und dem Motorrad, kam bei einer max Geschwindigkeit von 120km/h schnell Urlaubsstimmung und Entschleunigung auf. So hieß es nach 6h Autofahrt endlich angekommen (ja, am Ferienanfang durch die Republik zu fahren ist nie eine wirklich gute Idee)Dort wurde ich bereits von guten Freunden wie Nico, David, Richard und Max von www.hookie.co ,Uwe von www.hombrese.com oder Moritz, Barbara, Pamela, Micha, Marcus, Hermann und und und erwartet. Schnell wurde gemeinsam abgeladen und das Zelt aufgebaut um dann gemütlich was zu essen und eine gute Zeit zu haben.

Samstag früh hieß es dann nochmal für mich den Vergaser abzustimmen weil ich noch keine Gelegenheit hatte den Motor und das Setup zu testen. Aber ich hatte alles mit an Werkzeug und Bedüsung sodass ich zuversichtlich war. Leider verpasste ich dadurch das erste freie Training, auch weil es anfangs noch etwas chaotisch am Streckenrand zuging.  Hieß also das die Aermacchi sich im Pflichtraining das erste mal beweisen durfte.

 

Gegen 14:00 Uhr hieß es dann „Going left“. Der Regen hatte sich auch verzogen und die Strecke war in bester Kondition. Ich bin in der Vintage Klasse gestartet, direkt in einer Gruppe mit Nico und seiner äußerst gelungenen Triumph T100. Mit in unserer Gruppe eine BSA von Jörg von www.singleandtwin.de und eine Honda 250 aus den 70igern. Jörg auf der BSA war Skilltechnisch und Leistungsmäßig der Platzhirsch in unserem Lauf. Nico hatte mit der Triumph nach der ersten Runde schon einen Platten Hinterradreifen. (der Schlauch war schon etwas älter und hatte die Belastung nicht mit gemacht). Die Honda und ich haben uns dann ein paar entspannte aber dennoch motivierte Neueinsteiger Flattrackrunden geliefert. Also lief soweit gut sodass dem Rennen am frühen Abend nichts mehr entgegenstand.

Während die ersten regulären Rennen in den Klassen Newbie, Rookie, Amateur, Pro, Thunder (650ccm Einzylinder), Vintage und Hooligan (der Name ist Programm) abliefen, haben wir versucht einen neuen Schlauch für Nico zu organisieren damit er das Rennen mit fahren kann. Jeder hat geholfen wo und wie er nur kann und ruck zuck war ein Ersatzschlauch und das passende Werkzeug organisiert und die Triumph war rechtzeitg fertig.

Zum Rennen waren also alle 4 Kontrahenten an der Startlinie. Die Ampel ging an, alle Fahrer mit dem Blick darauf gerichtet um Sekunden später los zu schießen. Jörg hatte die Finger wohl zu nervös an der Kupplung sodass er einen Frühstart auslöste und beim zweiten Start 15m weiter hinten los legen mußte. Also alles auf Anfang, die Ampel schaltet Grün die Motoren heulen hoch, der Sand schießt durch das Profil der Reifen nach hinten und ab gehts. Für mich nur 5m weil ich vor lauter Aufregung die Kiste abgewürgt hatte. Shit happens. Schnell runter gespungen, neu angekickt und mit ner halben Runde Verspätung rein in den Track. by the way, Jörg hatte trotz zurückversetztem Start das ganze Feld in der ersten Kurve schon wieder überholt – da sah man das der Mann weiß was er tut. Am Ende hatten sich Jörg und Nico für das Finale am Sonntag qualifiziert und die Honda und ich haben unseren Einstieg im Flattrack zumindesten ohne Sturz gemeistert. Abends wurde dann gemeinsam im Fahrerlager der Tag ausgewertet oder bei der Indian Party das Tanzbein geschwungen.

Sonntags ging es dann früh wieder los mit den ersten Freien Trainings. Da Nico und ich noch ein offenes „Duell“ auf dem Track hatten freuten wir uns schon darauf dem endlich nach zukommen. Dieses lief dann genauso freundschaftlich ab wie das ganze Wochenende unter allen Kontrahenten. Nochmal ein großes Dankeschön an das Krowdrace für dieses Event und an alle Fahrer die quer durch Deutschland gefahren sind um ein paar Minuten Flattrack Luft zu schnuppern.

Ich, als absoluter Neuling auf der Strecke ,hab jede Sekunde genossen und war voller Stolz und Adrenalin als der Reifen nur ein paar Centimeter auf der Strecke gerutscht ist. Auf jedenfall hab ich Blut geleckt und werde mich im Winter an ein reines Flattrack Projekt setzen um nächstes Jahr öfter im Kreis fahren zu können.

video by www.motorrausch.de  www.krowdrace.de

photos by www.davidohl.de  www.hookie.co

ENRICOS BSA

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